Versicherungslexikon - S

SCHADENERSATZAUSFALL-DECKUNG (EIGENSCHÄDEN)

Jeder Autofahrer muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen (Pflichtversicherung). Damit wird sichergestellt, dass im Schadenfall der Geschädigte von der Versicherung des Unfallverursachers immer einen Schadenausgleich bekommt.

Im Privatbereich gibt es keine Pflichtversicherung. Häufig verfügt der Verursacher eines Schadens nicht über die finanziellen Mittel für eine Wiedergutmachung und hat leichtsinnigerweise keine Privat-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Der Geschädigte hat dann schlechte Karten, seine berechtigten Ansprüche durchzusetzen.

Diese Schäden nennt man "Eigenschäden". Sie sind üblicherweise nicht versichert.

SCHLÜSSELVERLUST

Beispiel:
Der Versicherungsnehmer verliert sein Schlüsselbund mitsamt dem Schlüssel für die zentrale Schließanlage seines Wohnhauses. Aus Sicherheitsgründen müssen nun alle dazugehörenden Schlösser ausgetauscht werden. Der Vermieter fordert Kostenerstattung.

Üblicherweise sind diese Schäden nicht versichert.

SCHUSSWAFFENBESITZ

Haftpflichtansprüche aus dem erlaubten privaten Besitz und aus dem Gebrauch von Schusswaffen sowie von Munition schließt die Privat-Haftpflichtversicherung mit ein.

Beispiel:
Beim Reinigen des Sportgewehrs löst sich eine versehentlich noch im Lauf befindliche Kugel und verletzt einen Nachbarn.

SELBSTTÖTUNG

Begeht die versicherte Person in den ersten drei Jahren nach Vertragsabschluss Selbsttötung, wird in der Regel nur das Deckungskapital ausgezahlt. Ist die Selbsttötung allerdings "in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit" verübt worden, wird die volle Leistung erbracht.

SENGSCHÄDEN

siehe Brand

SOLIDARISCHES PRINZIP

Das solidarische Prinzip bleibt das Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung: die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken, der Leistungsstarken mit den Leistungsschwachen.

SONDERAUSGABE/SONDERAUSGABENABZUG

Sonderausgaben sind private Ausgaben, die nicht in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer der vielen Einkunftsarten stehen und daher weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten darstellen dürfen.

Sonderausgaben können grundsätzlich nur solche Aufwendungen sein, die auf einer eigenen Verpflichtung des Steuerpflichtigen beruhen und von ihm selbst entrichtet worden sind.

Der Sonderausgabenabzug erfolgt für das Kalenderjahr, in dem die Aufwendungen geleistet worden sind.

SONDERVERMÖGEN

Bezeichnung für das von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltete Vermögen eines bestimmten Fonds. Dieses Sondervermögen wird von den Vermögenswerten der Fondsgesellschaft getrennt gehalten.

SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIGES EINKOMMEN

Das sozialversicherungspflichtige Einkommen ist das Einkommen, für das der Empfänger Beiträge zur Sozialversicherung zahlen muss. Es entspricht in der Regel dem Bruttoeinkommen.

SPEZIALFONDS

Im Gegensatz zu den Publikumsfonds können die Anteilscheine von Spezialfonds nicht von jedem erworben werden.

STERBETAFELN

Rechnungsgrundlagen für die Risikoberechnung. Inhalt: Der Zeitpunkt des Ablebens von männlichen und weiblichen Personen verschiedener Altersgruppen, um statistische Mittelwerte zu errechnen.

STURM

Sturm ist eine wetterbedingte Luftbewegung. Sturmschäden sind versichert.